St. Donatus: Erstkommunionfeiern werden nachgeholt

02.04.2020 - Die Pfarrkirche St. Donatus reagiert auf die aktuellen Ereignisse in der Corona-Krise: Alle Gottesdienste sind abgesagt, dazu gehören selbstverständlich auch die Ostermessen und die Feiern zur Erstkommunion. Die 71 Kommunionkinder trifft dies in besonderem Maße. Und doch sind diese Maßnahmen jetzt dringend notwendig.

Am letzten Freitag vor der Schließung der Schulen saßen wir noch in einer kleinen Gruppe mit Kindern zusammen. Während der Vorbereitungsstunde auf die Kommunion dann die Nachricht: „Es finden vorerst keine Gruppentreffen mehr statt.“ Eine Woche später war bereits unser ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Dies betrifft auch das christliche Leben in unserem Stadtteil. Natürlich gibt es gerade im ganzen Land weitaus größere Probleme als die Erstkommunionfeiern. Das wissen wir als Erwachsene. Das den Kindern zu erklären, fällt schwerer. Sie sind verunsichert und stellen Fragen. Denn für sie lief es gerade auf den Endspurt zu.

Elf Gruppenstunden, vier Weggottesdienste und auch die Beichte haben sie schon hinter sich. Viele Eltern haben bereits Kleidung für den besonderen Tag gekauft, Einladungen verschickt, Feiern geplant. Die 46 Jungen und 35 Mädchen sind enttäuscht. Und mit ihnen die 16 Katecheten und Katechetinnen, die sie auf dieses besondere Sakrament vorbereiten. Doch für die Kinder ist es gut zu wissen, dass ihr großer Tag nicht ausfällt, sondern einfach später stattfindet. Dann, wenn unser Leben wieder in „normalen“ Bahnen verläuft und alle wieder Lust haben zu feiern.

„Gott bringt Farbe in unser Leben“ – das ist das Motto der diesjährigen Erstkommunionkinder. Dass es derart kunterbunt verlaufen würde, hat keiner geahnt. Der Weggang des langjährigen Pfarrers Ralf Freyaldenhoven und die Ungewissheit über seine Nachfolge hat den Beginn der Vorbereitungen geprägt. Jetzt wünschen wir uns solche Probleme zurück. Und dennoch gehen die Kinder mit der Situation oft besser um als wir Erwachsene. Sie wissen: Ihre Feier fällt nicht einfach nur aus, sondern wird nachgeholt.

Auch Gemeindereferentin Nicola Terstappen blickt hoffnungsvoll in die Zukunft: „Zurzeit steht das Wohl unser Gesellschaft im Vordergrund. Wir hoffen inständig, dass die Lage schnell wieder überschaubarer wird. Dann können wir uns an die Planung für einen Ersatztermin geben - mit viel Glück vielleicht bereits im Herbst.“

Christina Crolla
(Katechetin)



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